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zerr schoein! ... tschuss!

den wecker auf 10 gestellt, war ich am vorabend voellig erschoepft der meinung, dass ich um 11 unten bei der rezeption sitzen wuerde um mich fuer weitere trips zu erkundigen. dem war nicht so... irgendwann, um einiges spaeter gurkten wir aus unserer hoele. heute gehts nach maju ka tilla, in das tibethische viertel. die sonne waermte die feuchte luft waehrend wir auf einer rikscha richtung metro holperten. mit der zeit fuehlte ich mich sicherer, die blicke von allen seiten stachen nicht mehr so wie stricknadeln zwischen die rippen. ein maedchen einer gruppe von studenten grinste uns an, murmelte etwas, was mich aufhorchen liess. sie lachte auf, immer mehr leute kamen in die ubahn gedraengt. "zerr schoein!" sie kicherte verlegen und riss die anderen mit ihrer aussage in ihr kichern hinein... was fuer eine ueberraschung. mit einem "tschuss" verabschiedeten sie sich und wuzelten sich an den vielen passagiern vorbei dem ausgang zu.

solche gassen hast du dein lebtag nicht gesehen, dachte ich bei mir, waehrend wir durch das tibetherviertel maju ka tilla schlaengelten, meine augen ueberfordert mit den vielen schoenen neuen ungewoehnlichen bildern, beschaeftigt nicht zu stolpern und niemanden zu uebersehen. ich seh den himmel nicht, stattdessen kabel, schilder, planen... so viele eckgschaefteln - der tibetische europark. da ein moench, ein obdachloser, ein kleines kind, das einem wollkneul hinterherjagt, der sich als hundejunges herausstellte, ein bleichgesicht, ein tibetisches maedchen in europaeischer kleidung... wir haben hunger, beraten uns vor einem schmuckgeschaeft. "you should buy something - its cheap and good quality!" das bleichgesicht schlaengelt sich bei uns vorbei... "sir, wait!" wir duesten ihm hinterher. ob er nicht wuesste, wo es gutes essen gaebe. klar. wir folgten ihm ins hotel, er zeigte uns das dach. der himmel, den ich in den gassen vermisste lag offen da.
sehr muede, sehr langsam im hirn. esther legte los und erzaelte von sich und ihrer geschichte von indien. leiser gitarrenklang im hintergrund. einfach mal den laerm hinter sich gelassen. ich filmte die beiden, den gitarristen. interessierte mich, was ihn wohl hierherverschlagen hat - selbstfindung? ich moechte ihn nicht unterbrehen oder irritieren, er spielt zu schoen.
"
luck is made by a few of my decissions..." unseres gastgebers name war keith. man fuehlte sich sofort verbunden, diskutierte gerne ueber gott und die welt. luke, der gitarrenspieler - mit fuenfhundert rupi will er die letzten zwei tage der reise erleben. er plant ein akustikalbum.
gemeinsam assen wir in einem "gasthaus" wohl her zelt am strassenrand. solche essen sollte es oeffters geben. nach einer weile des nicht gehen wollens, wuenschten wir uns alles gute fuer die weiteren (reise)tage. ein foto in der rischka und ab zur metro. sprinten, sonst verpassen wir sie. esther war hinter mir, zu weit hinter mir. die tueren schlossen sich, wir auf verschiedenen seiten. ein aelterer mann in der fast leeren bahn fragte mich:"lost your friend?"-"Mhmmm..."-"Ah... New delhi isnt as big as it seems!" wir schfften es gmeinsam nach hause zu kommen. die lichter der hotelspelunken beleuchteten die ganze strasse.

5.2.10 15:32

bisher 2 Kommentar(e)     TrackBack-URL


walter (7.2.10 12:32)
hey, das hoert sich ja spannend an! wie habt ihr das metro-problem geloest? herzliche gruesse, Walter


lahanna (17.2.10 09:19)
bin naechste station ausgestiegen, hab gewartet, in der naechsten metro esther gefunden.
esther und ich haben schon so was wie eine mentale verbindung aufgebaut.
alles liebe aus dem wunderschoenen himachal,
hanna

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