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die geldwaescherinnen auf einen tee bei den moenchen

hallo, ihr lieben! erst mal moecht ich mich fuer alle unfoermigen saetze, worte, etc. blabla entschuldigen... die tastaturen sind hier die hoelle und das internet und die rechner haben mich nicht ganz so gern, wie ich es von meiner flotten biene, mein lieber laptop, der grad zu hause, hoffentlich in bestem zustand ist, gewohnt bin...

weiter gehts... von den letzten paar tagen:
der regen und die kaelte liess uns nicht aus dem bett gehen ohne vorher mindesten 6 schichten angezogen zu haben. zu 2. unter einer decke pruefte ich jampas zimmergenossin tsering ueber die geschichte indiens nach 1800 ab, denn die tibethische matura stand vor der tuer. jampa ist aeusserst umsorgend, bringt uns tibetische nudeln zu hauf, schenkt uns warme knoechelwaermer.

blitz. donner.
irgendwann muss man auf jeder reise seine waesche waschen - der boiler hatte sich erwaermt, wir hatten die letzte halbe stunde strom. mit rei in der tube ausgeruestet stiefelten wir ins bad. stromausfall. im kerzenschein waschend ertastete ich papier in meiner tasche - geld, das normalerweise nach saemtlichen gewuerzen roch und dementsprechend ausah, faerbte das wasser im flimmernden licht golden. so etwas haette sich auch auf irgendeiner alm in den alpen abspielen koennen.
der regen liess uns zeit zum diskutieren, der tibetische kultur und freiheitsbewegung auf den grund zu gehen, zu bloedeln und das essen geniessen, das aus dahl (linsen) mit reis, tibetisches/indisches brot und saemtlichen gemuesesorten in indian masalla (gewuerz) und viel chili bestand. keine sorgen wegen hunger, eher sorgen, weil sie uns maesteten

nach zwei/drei tagen indisch/tibetischer kaelte kitzelten die ersten sonnenstrahlen uns raus ins freie. das zuerst so einsam wirkende kinderdorf erwachte zum leben - maedchen gingen spazieren, die muetter kuemmerten sich um die kleinkinder, die wie riesenwollkneul in der gegend herumwuselten und die maenner spielten cricket.

keine lust zum fotos machen, keine zeit zum filmen... doch wann sollte ich die 20 GB fotos denn schiessen?

mit Tenzin Dolma, kurz TenDolma, eine mathematiklehrerin, mit der sich esther beim letzten mal befreundete, machten wir eine kleine wanderung zu einem buddhistischen kloster. zum ersten mal sah ich die gebirgskette, die sich schneeweiss vor uns aufbaeumte, wolkenlos, wunderschoen. das frischgruene gras, die spriessenden blumen, die kaltfrische luft und die ersten waermenden sonnenstrahlen erinnerten an ostern.
oben angekommen, erklaerte uns tendolma u.a., dass die statue mit dem blauen gesicht fuer die verteidigung gegen das boese zustaendig ist. fuer mich sahs eher aus als waere sie jeder zeit bereit ihren mageninhalt auf den betrachter zu schuetten. doch ihre erhobene stolze haltung haette dies nur im akkutesten fall zugelassen... das koennte in gewisser weise auch eine verteidigung sein...

wohin man kommt, man trinkt tee. so wurden wir auch auf eine tasse bei den moenchen eingeladen. sie verstanden kaum englisch, wir kein tibetisch. trotzdem verstanden sie meine frage, ob ich ein foto machen duerfte - natuerlich. es lockerte alles auf. wir verabschiedeten uns von dem immerlaechelnde ruheausstrahlenden moench, dessen mundwinkel nach oben zeigen und mich deshalb irgendwie an meine freundin clara erinnerten, und stiefelten runter ins dorf um dort mit tendolma momos (mit kartoffeln, gemuese oder fleisch gefuellte nudeltaschen) zu kochen. als ich ansetzte um ein paar kinder beim spielen zu fotografieren, scharten sie sich zusammen, quetschten sich vor die linse der kamera und uberredeten mich immer wieder nur noch ein letztes foto von ihnen zu machen. einfach herzig.

wenn man etwas auf dieser reise lernen sollte, dann bestimmt nein zu sagen und den teller, wenn man nichts mehr essen moechte moeglichst weit weg vom gastgeber zu verstecken. ich kann nur sagen, dass ich mich noch nie so voll gefuehlt habe, wie an diesem abend, als ich spaet abends nach der momokochstunde mich den huegel zu unserem guesthouse hinaufrollte.

11.2.10 16:09

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