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ein hoch auf gaffa tape! und eine aeusserst naturgetreue nachahmung von haehnen

startklar in den loechern stand ich in der frueh um halb sieben zu esthers ueberraschen da. ich moechte die gebetsfahnenabnahme beim buddhistischen tempel zu sonnenaufgang zu sehen. das sollte eine geniale zeremonie sein. esther aenderte ihre meinung und kam mit. auf dem weg dorthin kamen wir bei kleinen aschehaufen vorbei - die ueberreste der fahnen, die waehrend diesem jahr gehangen sind. wir beobachteten zuerst aus der ferne wie die menschen zu gebetsgesaengen auf baeume und pfosten kletterten um dort die fahnen zu befestigen, im hintergrund der sonnenaufgang. nach einer stunde hat sich eine wand von fahnen vor uns in den himmel gebaeumt, die jetzt von den ersten sonnenstrahlen durchschienen wurden.

ich liess esther und ihren freunden zeit fuer sich alleine, zog mich zurueck, schlenderte durch die 2 hauptstrassen von mcloed. alleine waren die schreihaelse von den geschaeften noch unausstehlicher. allein in einer strasse wurde ich vier mal gefragt, ob ich denn alleine reis - unbehaglich. da setz ich mich lieber auf die wunderschoene terasse um dort ein bisschen waerme zu tanken.

 endlich mal mein gewand so richtig trocken und warm, ging ich meine haende waschen. denkste, dachte sich der boiler und schuettete seinen gottseidank nicht mehr heissen inhalt ueber mich - ein rohr machte sich selbstaendig. mithilfe des gaffatapes mit dem ich schon 2 mal meine jeans geflicht hab, schaffte ich ihn zu reparieren.

kurz vor vier in der frueh - der weg zum bus nach amritsar. 2 leute sitzen drin, freunde aus australien, richard und jenny, das gleiche reiseziel vor augen wie wir.
die reihen hinter uns waren leer. trotzdem bildet sich ein inder ein sich neben esther und mich hinzuquetschen, obwohl wir kaum platz hatten mit unseren rucksaecken. waere ich nicht zwischen zwei dieser rucksaecke gelegen, nicht nur physisch, sondern mental munter und unverfrohren gewesen, haette der bus meine kopf nicht immer wieder gegen die scheibe donnern lassen, waere ich dem werten unverschaemten herren, der nur einer vieler prachtexemplare dieser beinharten sorte war, gehoerig an die gurgel gegangen. stattdessen traeumte ich von luftmatratzen, federn, kleinen schmusekaetzchen und riesenhintern kubanischer frauen, die sich vorzueglich als polster eignen wuerden.

schoen wenn man jemanden hat, der fuer einen bellt - eine hand waescht die ander: team austria fand ein einigermassen gutes aber unfreundliches hotel raus, team australia handelte einen billigeren preis aus. als symbiosepartner dieser speziellen variante machten wir uns auf den weg zu der indisch pakistanischen grenze. zurechtgewiesen (u.a.) von inderinnen in der polizeikluft, in kugelsicherer weste mit scharfer munition, wurden wir zurechtgewiesen, die sitzordnung einzuhalten, waehrend die grenzwache in einer min. einstuendigen prozession die tore schliess und die flaggen einhohlte. alles in einem hoecht gockelhaften verhalten und mit den geschrei der menge: "hindustan sinsabad" was so viel wie lang lebe indien bedeutet.

wir speisten wie die goetter, lernten uns besser kennen und verabredeten uns fuer den naechsten tag in den tempel zu schaun, ob dieser nicht billigere schlafplaetze haette als dieses hotel, das ich auch immer weniger leiden mochte.

18.2.10 13:48

bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


walter (24.2.10 20:24)
Hallo Hanna!
toll, Dein blog. wenn du mal eine schnelle internet-verbindung haben solltest schau dir das an - hab ich von einem freund, der auch gerade in indien ungterwegs war.

http://www.youtube.com/watch?v=n9y2qtaopbE&feature=PlayList&p=4BE8AE5E41A6CCB9&playnext=1&playnext_from=PL&index=40

Übrigens heuer gab es im Durchschnitt 2 Feuergefechte pro Woche, die jeweils länger als 3 Stunden dauerten, an dieser Grenze - besser niemandem in die quere kommen.
freu mi scho wennst wieder da bist!
Walter

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